Lektion 31: Objektsätze mit ש- (she-) und כי (ki). Indirekte Rede und Gedanke. Zeitenfolge
So arbeitest du mit dieser Lektion
- Lies — versteh drei Schlüsselfakten: (1) „dass" im Hebräischen = ש- (she-) oder כי (ki); (2) Hebräisch unterscheidet nicht „dass" und „damit" — für beide ש-; (3) nach einem Verb im Präteritum bleibt der Nebensatz im Präsens (so wie im Englischen es keine „Zeitenrückverschiebung" gibt — moment, doch! Hier sind wir eher wie das Deutsche bzw. Russische: KEINE Rückverschiebung).
- Lass die Matrix laufen — jedes Verb des Sagens/Denkens durch ani → ata → at → hu → hi → anachnu → atem → aten → hem → hen, plus Nebensatz.
- Übersetze die Wendungen — lange Konstruktionen „ich habe gesagt, dass…", „er hat gedacht, dass…", „sie weiß, dass…".
- Schreib ohne Vokalzeichen — wir sind in Block 4, kein Nikkud mehr.
Ein zusammengesetzter Satz ist ein Wald, und die unterordnende Konjunktion ist der Pfad zwischen den Bäumen. Im Hebräischen ist dieser Pfad sehr kurz: ein Buchstabe ש- oder ein Wort כי. Dafür liegen dahinter viele unsichtbare Regeln.
Teil 1: „Dass" im Hebräischen — zwei Wege, eines zu sagen
Im Deutschen ist „dass" im Objektsatz ein eigenes Wort: „Ich denke, dass er kommt". Im Hebräischen werden dafür zwei Marker benutzt:
| Marker | Wie geschrieben | Register | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| ש- | Präfix am folgenden Wort | neutral, umgangssprachlich, universell | Derselbe Buchstabe wie das Relativpronomen „der/die/das" aus L29. Der Kontext unterscheidet. |
| כי | eigenes Wort | etwas formeller, im Schreiben häufiger | Bedeutet auch „weil" — Homonymie. |
Beide werden im Objektsatz mit „dass" übersetzt. Häufiger in der lebendigen Rede — she-, כי findest du eher im schriftlichen Text, in Nachrichten, in Büchern.
Das Wichtigste: she- ist das universelle Unterordnungsmorphem des Hebräischen. Dasselbe ש-, das in L29 „der/die/das" war, ist in L31 „dass", und in L35 wird es Teil von „wenn/als" (ksheh-), „weil" (mipnei she-), „damit" (kdei she-) sein. Es ist das Arbeitspferd der hebräischen Unterordnung. Ein winziger Laut — die halbe Syntax.
Grundschema
[Hauptsatz] + ש-/כי + [Nebensatz]
ani choshev she- hu ba
ich denke dass er kommt
Komma: Im Hebräischen steht vor she-/ki kein Komma (im Gegensatz zum Deutschen, das hier ein Komma verlangt). Das wirkt fürs deutsche Auge ungewohnt, aber gewöhne dich daran: „Ani choshev she-hu ba" — ohne Komma.
Beispiele
| Hebräisch | Translit | Deutsch |
|---|---|---|
| אני חושב שהוא בא | ani choshev she-hu ba | Ich denke, dass er kommt |
| אני חושב כי הוא בא | ani choshev ki hu ba | Ich denke, dass er kommt (etwas formeller) |
| היא אמרה שהיא עייפה | hi amra she-hi ayefa | Sie hat gesagt, dass sie müde ist |
| ידעתי שזה קשה | yadati she-ze kashe | Ich wusste, dass das schwierig ist |
| הוא הסביר כי אין זמן | hu hisbir ki ein zman | Er erklärte, dass keine Zeit ist |
Teil 2: „Dass" vs. „damit" — Hebräisch unterscheidet nicht
Im Deutschen gibt es zwei verschiedene Wörter:
- dass — für eine Tatsache: „Ich weiß, dass er gekommen ist" (er ist tatsächlich gekommen).
- damit — für Wunsch/Ziel: „Ich will, dass er kommt" (ist noch keine Tatsache, ich will, dass es passiert).
Hebräisch nutzt für beides ש-. Der Unterschied liegt nicht in der Form des Nebensatzes; er sitzt im Verb des Hauptsatzes und in der grammatischen Form des Nebensatzverbs.
Vergleich
| Deutsch | Hebräisch | Was im Nebensatz |
|---|---|---|
| Ich denke, dass er kommt | ani choshev she-hu yavo | Futur (Fakt-Prognose) |
| Ich weiß, dass er gekommen ist | ani yodea she-hu ba | Präteritum (Fakt-Geschichte) |
| Ich will, dass er kommt | ani rotse she-hu yavo | Futur (aber Übersetzung mit „dass"!) |
| Ich habe gebeten, dass er kommt | bikashti she-hu yavo | Futur |
| Er hat mir gesagt, dass ich kommen soll | hu amar li she-avo | Futur (1. Person — avo) |
Regel: Wenn im Hauptsatz ein Verb des Wollens, Bittens, Forderns, Hoffens, Fürchtens steht (rotse, mevakesh, mekave, mefached…), dann ist das im Deutschen oft „dass… soll/möge", aber im Hebräischen trotzdem she- + Futur im Nebensatz.
Hinweis: „damit" im Sinne von Handlungsziel („ich kam, um zu helfen") — das ist schon eine andere Konstruktion (kedei she- / kedei + Infinitiv), die behandeln wir in L35. Hier haben wir nur Objektsätze, keine Finalsätze.
Genauer hinsehen: rotse she-…
„Wollen, dass jemand…" — ohne diese Konstruktion überlebst du im Hebräischen nicht. Merk dir die Schablone:
ROTSE / ROTSA / ROTSIM / ROTSOT + SHE- + FUTUR DER ZWEITEN PERSON
| Hebräisch | Translit | Deutsch |
|---|---|---|
| אני רוצה שתבוא | ani rotse she-tavo | Ich will, dass du kommst (zum Mann) |
| אני רוצה שתבואי | ani rotse she-tavo'i | Ich will, dass du kommst (zur Frau) |
| היא רוצה שנעזור | hi rotsa she-na'azor | Sie will, dass wir helfen |
| הם רוצים שאדבר | hem rotsim she-adaber | Sie wollen, dass ich rede |
Wenn du willst, dass du selbst etwas tust (Hauptsatz und Nebensatz — dieselbe Person), wird der Infinitiv benutzt, ohne she-:
| Hebräisch | Translit | Deutsch |
|---|---|---|
| אני רוצה לבוא | ani rotse lavo | Ich will kommen (selbst) |
| אני רוצה שהוא יבוא | ani rotse she-hu yavo | Ich will, dass er kommt |
Auswahlregel: Eine Person in beiden Sätzen → Infinitiv. Verschiedene Personen → she- + Futur.
Das ist die Grundlogik. Den Infinitiv selbst gibt es ausführlich in L32.
Teil 3: Zeitenfolge — Hebräisch NICHT wie Englisch
Das ist der heimtückische Moment. Nehmen wir den Satz:
Ich dachte, dass er arbeitet.
Im Deutschen ist „arbeitet" im Nebensatz Präsens. Auf Englisch hieße es „I thought that he worked" — der Englischsprecher hat den Nebensatz „rückverschoben" ins Präteritum, weil der Hauptsatz im Präteritum ist. Das nennt sich Zeitenfolge (sequence of tenses).
Hebräisch — wie Deutsch, nicht wie Englisch: KEINE Rückverschiebung. Wenn die Handlung im Nebensatz gleichzeitig mit der Handlung im Hauptsatz ist, steht der Nebensatz im PRÄSENS — unabhängig davon, in welcher Zeit der Hauptsatz steht.
Illustration
| Deutsch | Hebräisch | Anmerkung |
|---|---|---|
| Ich denke, dass er arbeitet | ani choshev she-hu oved | Präsens im Nebensatz |
| Ich dachte, dass er arbeitet | chashavti she-hu oved | Hauptsatz im Präteritum, Nebensatz trotzdem Präsens |
| Ich werde denken, dass er arbeitet | achshov she-hu oved | Hauptsatz im Futur, Nebensatz Präsens |
In drei Fällen ist die Form des Nebensatzverbs dieselbe: hu oved. Die Zeit „hängt sich an" die Zeit des Hauptsatzes, wie bei uns.
Und wenn im Nebensatz eine Handlung vor der Hauptsatzhandlung steht?
Dann — Präteritum im Nebensatz:
| Deutsch | Hebräisch |
|---|---|
| Ich dachte, dass er gearbeitet hatte (vorher) | chashavti she-hu avad |
| Ich weiß, dass er gekommen ist (vorher) | ani yodea she-hu ba (Präteritum) |
| Sie sagte, dass sie dort gewesen ist | hi amra she-hayta sham |
Und wenn im Nebensatz eine Handlung nach der Hauptsatzhandlung steht?
Dann — Futur im Nebensatz:
| Deutsch | Hebräisch |
|---|---|
| Ich dachte, dass er kommen wird | chashavti she-hu yavo |
| Sie sagte, dass sie anrufen wird | hi amra she-titkasher |
| Sie wussten, dass wir helfen werden | hem yad'u she-na'azor |
Regel in einer Zeile: Die Zeit im Nebensatz wird relativ zur Zeit des Hauptsatzes gewählt, nicht relativ zum Sprechmoment. Gleichzeitig — Präsens. Früher — Präteritum. Später — Futur. Genau wie im Deutschen.
Falle für Englischkenner: „verschiebe nicht zurück". Schreib nicht chashavti she-hu avad, wenn der Sinn ist „dachte, dass er arbeitet (in jenem Moment)". Nur chashavti she-hu oved. Die englische Gewohnheit zerbricht hier das Hebräische.
Teil 4: Indirekte Rede — direkte Rede in indirekte verwandeln
Direkte Rede — Worte wörtlich wiedergegeben mit Doppelpunkt/Anführungszeichen:
Er sagte: „Ich bin müde." Hu amar: „Ani ayef."
Indirekte Rede — Wiedergabe durch she- (oder ki):
Er sagte, dass er müde ist. Hu amar **she-**hu ayef.
Was sich beim Übergang ändert
| Aspekt | In der direkten | In der indirekten |
|---|---|---|
| Pronomen | „ich", „du" — aus Sicht des Sprechers | verschieben sich: „ich" → „er/sie", „du" → „ich" (je nach Kontext) |
| Zeit | wie im Original | bleibt (Hebräisch verschiebt nicht zurück!) |
| Doppelpunkt/Anführungszeichen | ja | nein |
| Konjunktion | keine | she- (oder ki) |
Umformungsbeispiele
| Direkte Rede | Indirekte Rede |
|---|---|
| Er sagte: „Ich bin müde" | Hu amar she-hu ayef (Er sagte, dass er müde ist) |
| Sie sagte: „Ich arbeite in der Bank" | Hi amra she-hi ovedet ba-bank |
| Sie sagten mir: „Du hast recht" | Hem amru li she-ani tsodek |
| Dana fragte: „Wo ist Yossi?" | Dana sha'ala eifo Yossi (bei Fragen — ohne she-, siehe unten) |
Indirekte Fragen
Im Deutschen sagen wir „er fragte, was ich mache" — Hebräisch benutzt hier das Fragewort (eifo, ma, mi, lama, eikh) ohne she-:
| Direkte Frage | Indirekte |
|---|---|
| Hu sha'al: „Ma ata ose?" | Hu sha'al ma ani ose (Er fragte, was ich mache) |
| Hi sha'ala: „Eifo Dana?" | Hi sha'ala eifo Dana (Sie fragte, wo Dana ist) |
| Sha'alti: „Lama hu lo ba?" | Sha'alti lama hu lo ba |
Wenn im Original eine allgemeine Frage steht (ja/nein — ohne Fragewort), wird im indirekten Satz im oder ha-im benutzt (= „ob"):
| Direkt | Indirekt |
|---|---|
| Hu sha'al: „Ata ba?" | Hu sha'al im ani ba (Er fragte, ob ich komme) |
| Sha'alti: „Yesh kesef?" | Sha'alti im yesh kesef |
Teil 5: ki — die Homonymie „dass" / „weil"
Das Wort כי arbeitet in zwei verschiedenen Funktionen. Der Kontext unterscheidet immer, aber den Anfänger kann das verwirren.
ki = „dass" (Objektsatz)
| Hebräisch | Translit | Deutsch |
|---|---|---|
| הוא הסביר כי הוא לא יודע | hu hisbir ki hu lo yodea | Er erklärte, dass er nicht weiß |
| הם הודיעו כי המשרד סגור | hem hodi'u ki ha-misrad sagur | Sie teilten mit, dass das Büro geschlossen ist |
| היא חושבת כי זה טעות | hi choshevet ki ze ta'ut | Sie denkt, dass das ein Fehler ist |
ki = „weil" (Kausalsatz)
| Hebräisch | Translit | Deutsch |
|---|---|---|
| לא באתי כי הייתי חולה | lo bati ki hayiti chole | Ich bin nicht gekommen, weil ich krank war |
| הוא שתק כי לא ידע מה לומר | hu shatak ki lo yada ma lomar | Er schwieg, weil er nicht wusste, was er sagen sollte |
| היא חזרה כי שכחה את הספר | hi chazra ki shakhcha et ha-sefer | Sie kam zurück, weil sie das Buch vergessen hatte |
Wie unterscheiden?
Frag dich: „was genau?" oder „warum?"
- Wenn der Nebensatz auf „was genau?" antwortet (Objekt des Denkens/Sagens) → ki = „dass".
- Wenn er auf „warum?" antwortet (Ursache der Handlung) → ki = „weil".
Hinweis: kausales ki steht oft nach einem Verb, das schon ein direktes Objekt hat, oder nach einem vollständigen Sinnsatz. Objekteinleitendes ki kommt sofort nach einem Verb des Sagens/Denkens/Wissens.
Synonyme der Ursache (zur Abgrenzung)
In der Umgangssprache sagt man „weil" häufiger biglal she- oder mipnei she-, und überlässt ki dem schriftlichen Register und der Bedeutung „dass":
| Hebräisch | Translit | Deutsch | Register |
|---|---|---|---|
| כי | ki | weil / dass | buchsprachlich/neutral |
| בגלל ש- | biglal she- | weil, deswegen dass | umgangssprachlich |
| מפני ש- | mipnei she- | weil | neutral/schriftlich |
| כיוון ש- | keyvan she- | da, weil | formeller |
| משום ש- | mishum she- | aus dem Grund, dass | formeller |
Regel für die Praxis: In der Umgangssprache ist „weil" = biglal she-. Im Schriftlichen — ki oder mipnei she-. Das ist wie bei uns „weil" (umgangssprachlich) vs. „da" (schriftlich).
Achtung: biglal ohne she- (also nur biglal) ist die Präposition „wegen" vor einem Substantiv: biglal ha-geshem — wegen des Regens. Und biglal she- ist die Konjunktion „weil" vor einem ganzen Satz: biglal she-hayta gesem — weil Regen war.
Teil 6: Verben des Sagens, Denkens, Wissens
Das ist der Wortschatz-Kern der Lektion. Alle ziehen einen Nebensatz mit she- (oder ki) nach sich.
Verben des Sagens
| Hebräisch | Translit | Binjan | Deutsch | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| לדבר | ledaber | Pi'el | sprechen, reden | Ohne Objekt oder mit „über etwas" (al). Nicht benutzt für „etwas sagen". |
| לומר | lomar | Pa'al (unreg.) | sagen | Präteritum amarti, amarta… Hauptverb der direkten Rede. |
| להגיד | lehagid | Hif'il (unreg.) | sagen | Im Präteritum nicht vorhanden — wird durch amarti ersetzt. Im Präsens/Futur — magid, agid. Umgangssprachlicher als lomar. |
| לספר | lesaper | Pi'el | erzählen | sipur — Erzählung. Großes Objekt, Erzählung. |
| להסביר | lehasbir | Hif'il | erklären | hisbir, masbir, yasbir. |
| להודיע | lehodia | Hif'il | mitteilen | hodia, modia, yodia. Offiziell bekanntgeben. |
| לשאול | lish'ol | Pa'al | fragen | sha'al, sho'el, yish'al. + indirekte Frage. |
| לענות | la'anot | Pa'al (auf ה) | antworten | ana, one, ya'ane. |
Beachte das Paar lomar / lehagid: lomar hat ein vollständiges Präteritum (amarti, amarta, amar, amra…) und einen Infinitiv, aber im Präsens und Futur wird es oft durch lehagid ersetzt (magid, agid). Historisch sind das verschiedene Wurzeln (אמר vs. נגד), die zu einem einzigen Sprachparadigma zusammengewachsen sind. Lerne es als ein Verb mit zwei Hälften.
Verben des Denkens und Wissens
| Hebräisch | Translit | Binjan | Deutsch | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| לחשוב | lachshov | Pa'al | denken | chashav, choshev, yachshov. + al (an, über) oder + she- (dass). |
| לדעת | lada'at | Pa'al (unreg.) | wissen | yadati, yodea, eda. Zustand, keine Handlung. |
| להבין | lehavin | Hif'il | verstehen | hevin, mevin, yavin. + she-. |
| לזכור | lizkor | Pa'al | sich erinnern | zachar, zocher, yizkor. + she- oder + et + Objekt. |
| לשכוח | lishkoach | Pa'al | vergessen | shakhach, shokheach, yishkach. + she- oder + et. |
| להאמין | leha'amin | Hif'il | glauben | he'emin, ma'amin, ya'amin. + she- oder + le- (jemandem). |
| לקוות | lekavot | Pi'el (auf ה) | hoffen | kiviti, mekave, yekave. + she-. |
| להרגיש | leharagish | Hif'il | fühlen | hirgish, margish, yargish. + she-. |
Übersichtstabelle — was nach welchem Verb
| Verb | Was es nach sich zieht | Beispiel |
|---|---|---|
| amarti, hagadeti | she- + jede Zeit | amarti she-hu ba |
| sipart, hisbart, hodi'u | she-/ki + jede Zeit | hisbarti she-ze kashe |
| sha'alti | Fragewort / im | sha'alti im ata ba |
| chashavti | she- + jede Zeit | chashavti she-yavo |
| yadati, hevanti | she- + jede Zeit | yadati she-hi tsodeket |
| ratsiti, bikashti, kiviti | she- + Futur (= „dass… soll") | ratsiti she-tavo |
Teil 7: Vollständiges Paradigma — „ich sagte, dass…"
Durchspielen einer Konstruktion durch alle Personen. Das sind die Sprachtonleitern der Lektion.
Lomar — Präteritum, + she- + Nebensatz
| Person | Hebräisch | Translit | Deutsch |
|---|---|---|---|
| 1. Sg. | אמרתי שאני עייף | amarti she-ani ayef | Ich sagte, dass ich müde bin |
| 2. m. Sg. | אמרת שאתה עייף | amarta she-ata ayef | Du sagtest, dass du müde bist |
| 2. f. Sg. | אמרת שאת עייפה | amart she-at ayefa | Du sagtest, dass du müde bist (zur Frau) |
| 3. m. Sg. | הוא אמר שהוא עייף | hu amar she-hu ayef | Er sagte, dass er müde ist |
| 3. f. Sg. | היא אמרה שהיא עייפה | hi amra she-hi ayefa | Sie sagte, dass sie müde ist |
| 1. Pl. | אמרנו שאנחנו עייפים | amarnu she-anachnu ayefim | Wir sagten, dass wir müde sind |
| 2. m. Pl. | אמרתם שאתם עייפים | amartem she-atem ayefim | Ihr sagtet, dass ihr müde seid |
| 2. f. Pl. | אמרתן שאתן עייפות | amarten she-aten ayefot | Ihr sagtet, dass ihr müde seid (zu Frauen) |
| 3. m. Pl. | הם אמרו שהם עייפים | hem amru she-hem ayefim | Sie sagten, dass sie müde sind |
| 3. f. Pl. | הן אמרו שהן עייפות | hen amru she-hen ayefot | Sie sagten, dass sie müde sind |
Beachte: Das Präteritum des Hauptsatzes (amarti) verschiebt den Nebensatz nicht zurück. she-ani ayef — Präsens. Wenn wir „ich sagte, dass ich müde war" sagen wollten, würde es amarti she-hayiti ayef heißen.
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🔊 ÜbungenÖffnet die Übungsantworten in der externen App — mit Audio und Wort-für-Wort-Analyse.Übung 1. Übersetze ins Hebräische — „dass" als Tatsache
Alle Nebensätze — Objektsätze mit Faktum-Objekt. Nutze she-.
Übung 2. „dass… soll" — wo es sich im she- versteckt
Alle diese Sätze haben im Deutschen eine Wunsch-/Auftragsbedeutung. Übersetze über she- + Futur.
Übung 3. ki — „dass" oder „weil"?
Bestimme, in welcher Bedeutung ki in jedem Satz verwendet wird. Übersetze.
Übung 4. Direkte → indirekte Rede
Verwandle die direkte Rede in indirekte (über she- oder Fragewort).
Übung 5. Zeitenfolge — drei Varianten desselben Sinns
Übersetze ins Hebräische, achte auf die Zeit des Nebensatzes. Hauptsatz „ich dachte", Nebensatz — drei Varianten.
Übung 6. Wortschatz der Ursache
Übersetze ins Hebräische, mit der angegebenen Kausalkonjunktion.
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Hörtexte
Drei Textvarianten pro Lektion. In glottos.com öffnen für synchrone Audiowiedergabe.
Text AText 31a zu Lektion 31: Indirekte Rede — was gesagt und worüber mitgeteilt wurde🔊 Audio-Praxis ↗
- דנה אמרה שהיא עייפה.
- יוסי אמר שהוא רוצה לישון.
- המורה אמר שהשיעור מתחיל בתשע.
- הילד אמר שהוא רעב.
- אמא אמרה שהאוכל מוכן.
- אבא אמר שאנחנו נוסעים מחר.
- הוא אמר לי שהוא לא יודע.
- היא אמרה לי שהיא תתקשר.
- הם אמרו שהם באים בשבע.
- הסבתא סיפרה שהיא גרה בחיפה.
- הוא סיפר לנו על המסע שלו.
- היא סיפרה שהיא ראתה סרט טוב.
- המורה הסביר שהמילה הזאת קשה.
- הרופא הסביר כי המחלה לא מסוכנת.
- היא הסבירה לי איך מגיעים לתחנה.
- המנהל הודיע שהמשרד סגור היום.
- הם הודיעו כי הטיסה מבוטלת.
- ברדיו הודיעו שמחר ירד גשם.
- הוא שאל איפה הספר.
- היא שאלה מי בא לפגישה.
- אמא שאלה למה אתה מאחר.
- הילד שאל אם אנחנו הולכים לים.
- שאלתי אותו אם הוא רוצה קפה.
- הוא ענה שהוא לא רוצה.
- היא ענתה שהיא תחשוב על זה.
- דנה הבטיחה שהיא תבוא בזמן.
- יוסי הבטיח לי שהוא יעזור.
- הם סיכמו שניפגש בשבת.
- המורה חזרה ואמרה שאסור לדבר בשיעור.
- בחדשות אמרו שהשר התפטר.
Text BText 31b zu Lektion 31: Meinungen und Überzeugungen — denken, glauben, wissen🔊 Audio-Praxis ↗
- אני חושב שהוא צודק.
- אני חושבת שזה רעיון טוב.
- הוא חושב שהיא יפה.
- אנחנו חושבים שהמחיר גבוה מדי.
- הם חושבים שהכל בסדר.
- אני מאמין שהכל יהיה טוב.
- היא מאמינה שיש אהבה אמיתית.
- הם מאמינים שהאמת תנצח.
- אני לא מאמין לו.
- אני יודע שאתה צודק.
- היא יודעת שזה חשוב.
- אנחנו יודעים שהדרך ארוכה.
- הם יודעים שהשעה מאוחרת.
- לא ידעתי שאתה כאן.
- אני מבין שזה קשה לך.
- הוא מבין שאין ברירה.
- אני לא מבין למה הוא לא בא.
- אני מקווה שתבריא מהר.
- אנחנו מקווים שזה יעבוד.
- היא מקווה שהילדים יישנו טוב.
- אני מרגיש שמשהו לא בסדר.
- היא מרגישה שהוא משקר.
- אני זוכר שהיינו שם פעם.
- הוא זוכר שהיא אהבה שוקולד.
- שכחתי שהיום יום הולדת שלך.
- הם שכחו שהמשרד סגור בשבת.
- אני בטוח שהוא יבוא.
- היא בטוחה שזה הבית הנכון.
- נראה לי שירד גשם בערב.
- נדמה לי שאני מכיר אותו.
Text CText 31c zu Lektion 31: Kausale Erklärungen — weil und warum🔊 Audio-Praxis ↗
- לא באתי כי הייתי חולה.
- הוא איחר כי הרכבת לא הגיעה.
- היא חזרה הביתה כי שכחה את המפתחות.
- אנחנו נשארים בבית כי יורד גשם.
- הם לא ענו כי לא היו בבית.
- הילד בכה כי איבד את הצעצוע.
- הוא שתק כי לא ידע מה לומר.
- אני לומד עברית כי אני גר בישראל.
- היא קמה מוקדם כי יש לה פגישה.
- הם עזבו מוקדם כי היה מאוחר.
- השיעור בוטל בגלל שהמורה חלה.
- לא יצאנו בגלל שירד גשם חזק.
- הוא לא בא בגלל שלא היה לו זמן.
- הם איחרו בגלל שהיה פקק בכביש.
- היא עייפה מפני שעבדה כל היום.
- הוא שמח מפני שקיבל מתנה.
- אנחנו רעבים מפני שלא אכלנו כלום.
- כיוון שיורד גשם, נישאר בבית.
- כיוון שאני עייף, אלך לישון מוקדם.
- כיוון שהיא לא הגיעה, התחלנו בלעדיה.
- עזרתי לך בגלל החברות.
- נסענו לים בגלל החום.
- הוא לא בא בגלל המחלה.
- הילדים שמחו בגלל המתנות.
- הוא הסביר כי אין לו ברירה.
- היא ידעה כי הוא צודק.
- אני בטוח כי הוא יחזור.
- הם הבינו כי הם טעו.
- למה לא באת? — כי לא הרגשתי טוב.
- למה את לומדת עברית? — כי אני אוהבת את השפה.
Die Audiowiedergabe läuft über glottos.com — öffnet sich in einem neuen Tab.
Noch keine Tonleitern oder Matrizen in dieser Lektion — die beginnen ab Lektion 3. Nutze die Hörtexte oben zum Sprechen.
ZWEI „DASS" IM HEBRÄISCHEN:
ש- she- universell (wie in L29 „der/die/das" — dasselbe ש)
כי ki etwas formeller; bedeutet AUCH „weil"
Kein Komma vor she-/ki (anders als im Deutschen).
„DASS" vs. „DAMIT" — IM HEBRÄISCHEN KEIN UNTERSCHIED:
Ich denke, dass er kommt ani choshev she-hu yavo (Fakt-Prognose)
Ich will, dass er kommt ani rotse she-hu yavo (Wunsch)
Beides — she- + Futur. Der Unterschied liegt im Hauptverb:
- rotse / mevakesh / mekave / mefached → she- + Futur = „dass… soll"
- choshev / yodea / amar → she- + jede Zeit = „dass"
Dieselbe Person? → Infinitiv, ohne she-:
ani rotse lavo (will selbst kommen)
ani rotse she-hu yavo (will, dass er kommt)
ZEITENFOLGE — HEBRÄISCH WIE DEUTSCH, NICHT WIE ENGLISCH:
Die Zeit im Nebensatz — RELATIV zur Zeit des Hauptsatzes, nicht zum „Jetzt".
gleichzeitig → PRÄSENS im Nebensatz
chashavti she-hu OVED (dachte, dass er arbeitet — in jenem Moment)
früher → PRÄTERITUM im Nebensatz
chashavti she-hu AVAD (dachte, dass er gearbeitet hatte)
später → FUTUR im Nebensatz
chashavti she-hu YA'AVOD (dachte, dass er arbeiten würde)
Der Hauptsatz kann in jeder Zeit stehen; den Nebensatz beeinflusst das NICHT.
KI — HOMONYM:
ki = „dass" nach Sprech-/Denkverben: hu amar ki…
ki = „weil" nach vollem Satz, antwortet auf „warum?"
Umgangssprachlicher für „weil": biglal she- oder mipnei she-.
biglal + Substantiv (biglal ha-geshem — wegen des Regens)
biglal she- + Satz (biglal she-haya geshem — weil Regen war)
INDIREKTE REDE:
Direkt: Hu amar: „Ani ayef"
Indirekt: Hu amar she-hu ayef (Pronomen verschiebt sich, Zeit — NICHT)
Indirekte Frage:
Hu sha'al EIFO Dana (Frage mit Fragewort — ohne she-)
Hu sha'al IM ata ba (Ja/Nein-Frage — über im „ob")
VERBEN DES SAGENS:
ledaber sprechen, reden (ohne Objekt; al — über)
lomar sagen (Pa'al; Prät. amarti, amarta…)
lehagid sagen (Hif'il; Präs. magid, Fut. agid; Prät. nutzt lomar)
lesaper erzählen (Pi'el; sipur — Erzählung)
lehasbir erklären (Hif'il)
lehodia mitteilen (Hif'il; offiziell)
lish'ol fragen
la'anot antworten
VERBEN DES DENKENS UND WISSENS:
lachshov denken (al — woran; she- — dass)
lada'at wissen (yadati, yodea, eda — Zustand, keine Handlung)
lehavin verstehen
lizkor sich erinnern
lishkoach vergessen
leha'amin glauben (be- — woran; le- — wem)
lekavot hoffen (she- + Futur)
leharagish fühlen
WORTSCHATZ DER URSACHE:
ki weil / dass buchsprachlich, neutral
biglal she- weil, deswegen dass umgangssprachlich
mipnei she- weil neutral/schriftlich
keyvan she- da, weil formeller
mishum she- aus dem Grund, dass formeller
biglal + Subst.: biglal ha-mezeg wegen des Wetters
biglal she- + S: biglal she-ha-mezeg ra weil das Wetter schlecht ist
Nächste Lektion: Lektion 32 — Infinitiv und Modalverben. Du lernst, wie der Infinitiv (ל- + Verb) in allen Binjanim gebildet wird und wie die Modalkonstruktionen tsarikh (müssen), yakhol (können), kheday (es ist sinnvoll), efshar (möglich) funktionieren. Das ist die Basis, nach der „ich will selbst kommen" (ani rotse lavo) aufhört, eine Ausnahme zu sein — der Infinitiv wird zum Arbeitsinstrument.